Dispo oder Ratenkredit? Warum kein Abrufdarlehen?


Wer heute schnell Geld für Anschaffungen benötigt, der greift im Allgemeinen auf seinen zum Girokonto gehörenden Dispositionskredit oder auf einen standardisierten Ratenkredit zurück, der von allen Banken und in vielen Fachmärkten angeboten wird. Der Ratenkredit hat den Vorteil, dass der Kreditnehmer die Höhe der monatlichen Rate und die Kreditlaufzeit kennt, das ist gut zu kalkulieren. Nachteilig ist, dass so ein Ratenkredit wenig Flexibilität bietet. Anders der Dispositionskredit, den die Banken im Zusammenhang mit der Führung des Girokontos bei regelmäßigem Gehaltseingang einräumen, dieser kann vom Kunden flexibel genutzt werden und wird bei Zahlungseingängen wieder ausgeglichen. Zinsen muss der Kunde nur für den in Anspruch genommenen Betrag zahlen, allerdings liegen diese im Schnitt bei mehr als 12 Prozent. Somit ist der Dispositionskredit der teuerste Kredit.

AbrufdarlehenWem der Ratenkredit zu starr und der Dispo zu teuer ist, der hat jetzt auch die Möglichkeit, bei verschiedenen Banken ein Abrufdarlehen (auch Rahmenkredit oder Abrufkredit) zu beantragen. Mit einem Abrufdarlehen räumt die Bank dem Kunden eine bestimmte Kreditlinie ein, in der Regel zwischen 5.000 und 25.000 Euro. Der Kreditnehmer kann davon bei Bedarf einen x-beliebigen Betrag in Anspruch nehmen. Das heißt, er ruft den notwendigen Betrag ab und die Bank überweist das Geld auf das vom Kreditnehmer angegebene Referenzkonto. Das Abrufdarlehen ist bei fast allen Banken nicht an die parallele Führung eines Girokontos gebunden. Die Bereitstellung des Kredites ist meist kostenlos und die Zinsen, die deutlich unter denen für die Inanspruchnahme des Dispositionskredites liegen, müssen nur für den tatsächlich in Anspruch genommenen Kreditbetrag gezahlt werde. Der Kunde ist bei der Tilgung nicht an feste Raten gebunden und zahlt das, was im Rahmen seiner Möglichkeiten machbar ist. Aufgrund der günstigen Zinsen kann das Abrufdarlehen auch genutzt werden, um den teuren Dispositionskredit auszugleichen. Vorsicht ist nur dann geboten, wenn das Abrufdarlehen zusätzlich zum ausgeschöpften Dispositionskredit genutzt wird, denn in solchen Fällen kann man auch ganz schnell in die Schuldenfalle tappen und den Überblick verlieren. zuschnappen.

Die Vorteile des Abrufdarlehens auf einen Blick:


  • Bei kurzfristigem Geldbedarf und geregelten Einkommensverhältnissen ist das Abrufdarlehen deutlich billiger als ein Dispositionskredit oder ein Ratenkredit.
  • Das Abrufdarlehen bietet Flexibilität in der Rückzahlung
  • Die Kreditbereitstellung erfolgt ohne zusätzliche Gebühren zu günstigen Zinsen
  • Der Kunde kann die Bank, bei der er das Abrufdarlehen möchte, frei wählen und das Girokonto bei der Hausbank belassen.
  • Einige Banken gewähren auch Selbstständigen und Freiberuflern, die ein regelmäßiges Einkommen erzielen ein Abrufdarlehen.
  • Einziger Nachteil, der Zinssatz für das Abrufdarlehen ist variabel, das heißt, bei steigenden Marktzinsen kann die Bank den vereinbarten Zins erhöhen.

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